Unsere Weiterbildungsreferentin Clara Hense war vom 29. bis zum 30. September 2025 für das Kulturgetriebe beim Culture and Health Forum in Turku (Finnland). Bei dieser internationalen Konferenz drehte sich alles um die Schnittstellen von Kultur, Gesundheit und sozialer Teilhabe.


In Vorträgen, Panels und Workshops kamen Akteur:innen aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Politik zusammen, um über aktuelle Entwicklungen in Europa zu diskutieren.
Ein besonderer Fokus lag darauf, wie kulturelle Teilhabe als gesundheitsförderndes Element verstanden und in nationale Strategien eingebunden werden kann.
Ein für uns spannender Aspekt: In Finnland wird Kultur als Teil des Gesundheitssystems strategisch betrachtet – mit konkreten Förderprogrammen und institutionellen Strukturen.
Fakten zu Turku
Turku liegt im Süden des Landes und ist die älteste Stadt Finnlands. Bis 1812 war Turuk noch die Hauptstadt des Landes. Helsinki ist seitdem die Hauptstadt Finnlands.
Seit 1967 ist Turku eine Patnerstadt von Köln
Turku war gemeinsam mit Tallinn (Estland) 2011 Europäische Kulturhauptstadt.



Die Culture and Health Platform
Das Forum war zugleich ein Treffen der europäischen Culture And Health Platform, einem wachsenden Netzwerk, das Akteur:innen aus Politik, Kultur und Gesundheitswesen in ganz Europa miteinander verbindet.
Ziel des Netzwerks ist es, Forschung, Praxis und politische Strategien an der Schnittstelle zwischen Kultur und Gesundheit zu bündeln. Dadurch soll die Rolle von Kunst und Kultur als Ressource für das gesellschaftliche Wohlbefinden gestärkt werden.


Während des Forums drehten sich viele Diskussionen um eine zentrale Frage: Wie lässt sich die Wirkung von Kultur sichtbar und messbar machen? Gerade im Gesundheitswesen, in dem es stark um Evidenz, Wirksamkeit und Prävention geht, sind neue Ansätze gefragt, um den Beitrag von Kultur nachvollziehbar zu belegen.

Das hat Clara aus Turku mitgebracht
Clara hat neue Impulse zu den Schnittstellen zwischen Kultur, Gesundheit und Teilhabe mitgebracht. Diese werden durch Praxisbeispiele aus ganz Europa unterstützt, die zeigen, wie Kultur präventiv und inklusiv eingesetzt wird, um eine langfristige kulturelle Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen. Dabei werden uns die neuen Kontakte zu europäischen Netzwerken wie CultureAndHealth und CultureForHealth helfen, dieses neue Wissen in unsere Lehre und Weiterbildungen einfließen zu lassen. Wir möchten neue Formate entwickeln, Gesundheit und Kultur stärker miteinander verbinden.


Ein paar Denkanstöße zum Schluss
Wenn Kultur gesundheitsfördernd ist, stellt sich uns drei Fragen:
- Wie steht es um die (mentale) Gesundheit der Menschen, die Kultur gestalten?
- Sollten wir Kultur und Gesundheit enger zusammen denken?
- Wie können wir sichtbar machen und kommunizieren, dass Kultur gesundheitsfördernd wirkt?
Diese Fragen möchten wir als Kulturgetriebe weiterverfolgen und das Thema „Kultur und Gesundheit“ langfristig in unserer Bildungsarbeit verankern.


Unsere Reise mit Erasmus+ hat also gerade erst begonnen. Wir freuen uns darauf, neue Perspektiven aus ganz Europa in unsere Arbeit einfließen zu lassen und euch daran teilhaben zu lassen.



