Auf der linken Seite des Bilds liegen verschiedene, selbstgemachte Plakate. Auf der rechten Seite des Bilds machen zwei Personen ein Bild vor einem Kunstwerk.

Unsere Weiterbildungserfahrungen mit dem Kulturgetriebe 

In den vergangenen zwei Wochen durften wir (Marian aus Ägypten und Khrystyna aus der Ukraine) drei Weiterbildungsangebote des Kulturgetriebes miterleben.

Unsere Weiterbildungserfahrungen mit dem Kulturgetriebe 

Die Bildungswochen befanden sich auf unterschiedlichen Bereichen und in verschiedenen Phasen: Einige Gruppen kamen gerade in den kreativen Flow nach ihren Online-Seminaren, andere trafen sich zum ersten Mal – und das direkt in einer neuen Umgebung, live und in herbstliche Farbe. Wieder andere präsentierten bereits ihr neu erworbenes Wissen durch die Vorstellung ihrer Abschlussprojekte.

Die erste Bildungswoche: Kulturvermittlung

Die erste Woche startete etwas turbulent – das Wetter war trist, und einige Mitarbeitende waren krank, wodurch auch Plan B nicht so richtig greifen konnte. Doch schon am Dienstag ging es engagiert weiter mit der Weiterbildung zur Kulturvermittlung. 

Simone führte uns in verschiedene Methoden der Kulturvermittlung ein und ermutigte uns, eigene Ideen für Projektkonzepte zu entwickeln. Anschließend tauchten wir mit Clara in das Thema Projektmanagement ein – gemeinsam planten wir versuchsweise die Eröffnung DER Oper. Der Versuch war es auf jeden Fall wert! 

Am Mittwoch besuchten wir das Museum für Angewandte Kunst. Da Nina leider weiterhin krank war, übernahm Simone auch hier die Leitung. Wir konnten die zuvor besprochenen Methoden praktisch anwenden und lernten, wie man Kunstobjekte betrachtet, in Beziehung setzt und vermittelt. Dabei haben wir auch Spaß haben dürften und eigenen Stuhl aus etwas ungewöhnlichen Sachen bauen und diese von anderen zu präsentieren. 

In den darauffolgenden Tagen nahmen wir, Marian und Khrystyna, am Zwischenseminar von kulturweit teil – eine inspirierende Ergänzung zu den bisherigen Eindrücken. 

Die zweite Bildungswoche: Museumspädagogik

Die nächste Woche begann mit der Weiterbildungswoche zur Museumspädagogik. Wir durften mehrere Museen live erleben und den Teilnehmenden bei ihren Präsentationen zuhören. Dabei bekamen wir nicht nur spannende Informationen und die Perspektiven, sondern hatten auch die Gelegenheit, unsere eigenen Meinungen und Gedanken einzubringen. Wir durften spazieren, suchen, recherchieren, malen, sitzen, spielen, enträtseln, Yoga machen und sogar das zu fühlen, was chinesischer Künstler fühlt, wenn es sein Werk schafft – dadurch haben sehr viel Neues gelernt: über Köln und seine Geschichte, über Kolonialismus und seine Ursprünge, über Museen und ihre Entstehungsgeschichten – und tatsächlich auch über uns selbst: was uns gefällt, worüber wir uns freuen und wie wir Kunst erleben. Dafür bedanken wir uns bei das Kulturgetriebe. 

Die dritte Bildungswoche: Kulturgeragogik

Am Donnerstag und Freitag nahm ich (Khrystyna) an der Bildungswoche Kulturgeragogik an der Akademie für Kulturelle Bildung in Remscheid teil. Zunächst konnte ich kaum glauben, dass sich die Gruppe erst seit Montag kannte – ich sah ein eingespieltes, motiviertes Team! 

Unter der Leitung von Dr. Miriam Haller erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in die Kulturgeragogik, die die Verbindung zwischen Kulturarbeit und Sozialem beleuchtet. Anschließend entwickelten wir die erste Projektideen für spezifische Zielgruppen und stellten diese mit Humor aber auch Empathie vor. 

Durch diese Erfahrungen eröffnete sich ein neuer Blick auf das Thema Altern und Kultur – und darauf, was ältere Menschen wirklich brauchen und wünschen. Auch die Umgebung der Akademie war einfach märchenhaft: Wir konnten die letzten warmen Herbsttage genießen und in den Pausen durch den bunten Wald spazieren. 

Am Freitag, dem Abschlusstag, war die Atmosphäre besonders lebendig. Alle waren bereit, das neu gewonnene Wissen mitzunehmen. Imke Nagel unterstützte die Teilnehmenden dabei, ihre Gedanken in eine eigene künstlerische Form zu bringen – so entstanden Collagen der Gedanken, inspiriert von den zuvor geteilten Interessen und Inspirationen. Zum Schluss gab es wärmste Grüße und Abschied. Auf Wiedersehen online, ihr Lieben! 

Auf dem Boden liegen mehrere selbstgemachte Plakate.